Wie funktioniert SEO?

In diesem Artikel werde ich nicht auf Details der Suchmaschinenoptimierung eingehen, sondern die strategischen Überlegungen von Suchmaschinenoptimierung beschreiben. Das technische und praktische Know-How über SEO folgt in späteren Artikeln. Dieser Artikel wird Ihnen ein Verständnis darüber liefern, wie Suchmaschinenoptimierung im Grundsatz funktioniert. Was Sie in diesem Artikel erfahren ist grundlegend und Basis für sämtliche weitere Überlegung.
Wie funktioniert SEO?

Was ist SEO? - Die absoluten Basics

SEO steht für Search Engine Optimization (Suchmaschinenoptimierung) und befasst sich damit, wie Webseiten bei Suchmaschinen zu bessere Platzierungen gelangen.

Fakt ist: Wer bei Suchmaschinen auf Platz 1 landet, erhält grob 50% aller Klicks. Platz 2 erhält immerhin noch 25%, Platz 3 noch etwa 10% und so geht es weiter, wobei Suchergebnisse, welche nicht in den Top 10 sind, welche also erst nach Klick zur zweiten Suchergebnis-Seite sichtbar werden, kaum noch Klicks erhalten.

Man bezeichnet Webseiten-Besuche, welche man via Suchmaschinen erhält als sogenannten organischen Traffic (Organic Traffic), sofern er nicht aus Suchmaschinen-Werbung stammt.

Organischer Traffic ist kostenloser Traffic und darum sehr interessant für Webseiten-Betreiber. Wertvoll an diesem Traffic ist zudem, dass die Besucherinnen und Besucher etwas suchen und somit offen sind für bestimmte Angebote.

Welche SEO-Massnahmen gibt es?

Grundsätzlich kann man SEO-Massnahmen in zwei Kategorien einteilen. Zum einen sind dies Massnahmen, welche auf der eigenen Webseite durchgeführt werden, sogenannte OnPage-Optimierungen. Zum anderen sind dies Massnahmen, rund um den eigenen Webauftritt herum, sogenannte OffPage-Optimierungen.


Sämtliche Massnahmen verfolgen dabei stets zwei Ziele:
a) Suchmaschinen müssen verstehen, worum es auf der Webseite thematisch geht. (Mit Webseite ist in diesem Artikel eine einzelne (Unter-)Seite eines Webauftritts gemeint, welche via einer eindeutigen URL aufrufbar ist.
b) Suchmaschinen müssen die Webseite für relevant halten.

Ebenfalls sollte man bei sämtlichen Massnahmen (die wie erwähnt in kommenden Artikeln behandelt werden) drei Kernaspekte im Hinterkopf haben, auf welche dieser Artikel weiter unten eingeht.

OnPage-Optimierung

Die OnPage-Optimierung lässt sich wiederum in drei Kategorien einteilen:

  • Meta-Optimierung
  • Content-Optimierung
  • UX-Optimierung
Die drei Kategorien wiederum lassen sich ebenfalls weiter unterteilen.

Der primäre Zweck der OnPage-Optimierung ist, den Suchmaschinen klar zu machen, was der Inhalt der Webseite ist. Die Relevanz kann ebenfalls, hauptsächlich durch UX-Optimierung, verbessert werden.

Meta-Optimierung

Webseiten bestehen nicht nur aus dem sichtbaren Teil, sondern auch aus diversen Metainformationen. Ein Beispiel: Wenn Ihre Webseite Bilder enthält, können Sie den Bildern einen alternativen Text beifügen. Nur so können Suchmaschinen ermitteln, was der Inhalt der Bilder ist.

Der Seitentitel einer Webseite ist eine weitere wichtige Meta-Information. Suchmaschinen zeigen in den Suchmaschinenergebnissen den Seitentitel an. Wenn Sie den Seitentitel gut wählen, können Sie die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Ihre Webseite geklickt wird.

Content-Optimierung

Bietet Ihre Webseite den Content, den Ihre Zielgruppe sucht?

Ein anschauliches, wenn auch unrealistisches Beispiel: Jemand sucht nach Katzenbilder und landet auf Ihrer Webseite. Hier findet er nur Hundebilder. Enttäuscht verlässt er Ihre Webseite umgehend.
Suchmaschinen merken das, da diese jemands umgehend wieder zurückkommen (via Zurück-Button). Suchmaschinen halten Sie für wenig relevant, falls dies überdurchschnittlich häufig passiert. Die Folge: Sie werden für die Katzenbilder-Suche weniger (oder gar nicht) angezeigt.

Content ist darüber hinaus vor allem auch wichtig, um den Suchmaschinen klar zu machen, welchen Inhalt Sie bieten.

UX-Optimierung

UX-Optimierung, übersetzt Nutzererlebnis-Optimierung, bedeutet, dass Sie Massnahmen durchführen, welche dafür sorgen, dass Ihre Webseiten-Besucher/innen sich wohl fühlen.


Eine der wichtigsten Massnahmen ist es, dafür zu sorgen, dass Ihre Webseite schnell genug läuft. Niemand mag lange Ladezeiten.

Weiter sorgen gute Navigationen dafür, dass sich die Nutzer/innen gut zurecht finden und sich nicht verloren fühlen.

OffPage-Optimierung

OffPage-Optimierung sind Aktivitäten, welche ausserhalb des eigenen Webauftritts stattfinden. Grob kann man die OffPage-Optimierung in zwei Kategorien einteilen:

  • Back-Link-Strategien
  • OffPage-Marketing
Bei der OffPage-Optimierung steht der Aufbau von Relevanz für Suchmaschinen im Vordergrund. Mit geeigneten Massnahmen versucht man den Suchmaschinen zu zeigen, dass die Webseite für bestimmte Themen von hoher Relevanz sind.

Back-Link-Strategien

Eines der wichtigsten Signale für die Relevanz sind für Suchmaschinen sogenannte Backlinks. Ein Backlink ist ein Link von einer anderen Webseite auf die eigene Seite.

Ein solcher Link wird in der Regel nicht ohne Grund gesetzt, sondern zeigt, dass die andere Webseiten die eigene Seite empfiehlt. Je mehr Webseiten einen empfehlen, desto stärker halten Suchmaschinen einen für relevant.

Ausflug:
Natürlich ist nicht jeder Backlink gleich wertvoll. Es gab Zeiten, da bestand eine SEO-Strategie darin, möglichst viele Links zu kaufen. Man nannte solche Strategien auch Black-Hat-SEO, weil sie versucht haben eine falsche Relevanz vorzutäuschen.
Suchmaschinen kennen diese Tricks und können Webseiten bei solchen Aktivitäten abstrafen.

Wie erwähnt sind Backlinks nicht gleich wertvoll, es kommt darauf an, welche Reputation die verlinkende Seite selber hat. Beispiel: Sehr hohe Reputationen geniessen Staats-Webseiten und Webseiten von akademischen Einrichtungen. Ein Backlink von einer Universität ist daher ein äusserst wertvolles Signal für die Suchmaschinen.

OffPage-Marketing

Es gibt neben SEO, viele weitere Möglichkeiten, Traffic auf die eigene Webseite zu erhalten. Die Liste ist quasi endlos, zu den wichtigsten Möglichkeiten gehören sicherlich:

  • Social-Media Aktivitäten
  • Mailings (Newsletter)
  • Klassische Werbung
  • Direkt-Marketing
Wenn Sie es schaffen, viel Traffic auf Ihre Webseite zu bringen, ist dies für Suchmaschinen ebenfalls ein Zeichen für Relevanz. Gut besuchte Webseiten scheinen etwas zu haben, was die Leute interessiert.

Die drei Kernaspekte der Suchmaschinenoptimierung

Konkrete Massnahem werde ich sehr bald in weiteren Artikeln beschreiben. Als Vorbereitung empfehle ich Ihnen, sich mit folgenden Aspekten intensiv auseinander zu setzen.

Sämtliche Massnahmen werden das Ziel verfehlen, wenn Sie diese Aspekte nicht ernsthaft durchdenken.

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1. Versetzen Sie sich in die Rolle der Suchmaschinen

Das Sammelsurium an Tipps für SEO ist riesig, googeln Sie einmal "SEO-Tipps" und Sie werden eine Flut davon erhalten.

Ironischerweise weiss niemand wirklich, welche Faktoren tatsächlich Einfluss haben (abgesehen vom innersten Kern der Mitarbeitenden der Suchmaschinen). Sämtliche Tipps basieren auf Vermutungen, allerdings darf man sagen, dass derart viel getestet wurde, dass vieles davon mit einer hohen Wahrscheinlich stimmt.

Suchmaschinen haben auch ein Ziel!
Suchmaschinen möchten, dass ihre Nutzerinnen und Nutzer immer wieder über ihre Suchmaschine suchen.
Das schaffen Suchmaschinen, indem sie für die Sucheingaben möglichst relevante Ergebnisse liefern. Stellen Sie sich vor, es passiert Ihnen regelmässig, dass Sie bei Google völlig nutzlose Webseiten vorgeschlagen bekommen. Es mag unwirklich erscheinen, dass dies passiert, aber falls doch, würden Sie vielleicht irgendwann eine andere Suchmaschine ausprobieren? Was wenn die andere Suchmaschine perfekte Ergebnisse liefert?

Suchmaschinen haben darum zum Ziel für möglichst jede Suche möglichst die besten Webseiten vorzuschlagen. Das ist für sie überlebenswichtig.

Jetzt frage ich Sie: Ich möchte ein Bankkonto eröffnen und suche eine Bank, welche schlagen Sie mir vor?

Suchanfragen entsprechen im Grunde einer Empfehlungs-Anfrage. Sie müssen diese Frage objektiv beantworten, also welches ist die beste Bank? Das ist objektiv betrachtet eine schwierige Frage.
Subjektiv werden Sie vielleicht die eigene Hausbank empfehlen, das können Suchmaschinen aber nicht. Suchmaschinen brauchen objektive, messbare Kriterien.

Fazit:
Bei alles SEO-Tipps können Sie sich die Frage stellen: 
  • Wie sorgen Suchmaschinen dafür, dass für Suchanfragen die besten Ergebnisse erscheinen. 
  • Welches sind geeignete Messkriterien
  • Was kann ich selbst tun, damit meine Webseite ein gutes Suchergebnis ist
  • Erfüllt meine Webseite die Messkriterien, welche Sie für geeignet halten bzw. wie können Suchmaschinen merken, dass meine Webseite ein gutes Suchergebnis ist.

2. Versetzen Sie sich in die Rolle Ihrer Zielgruppe

Als nächstes sollten Sie sich in die Köpfe Ihrer Zielgruppe versetzen.

Wenn jemand mit SEO starten möchte, stelle ich gerne die Frage, nach was ihre Kundinnen und Kunden suchen. Das ist essenziell, denn schliesslich möchten Sie genau diese Leute auf ihre Webseite bringen.
Am Ende des Tages ist nämlich nicht entscheidend, ob Sie möglichst viele Webseiten-Besucher/innen auf ihre Webseite bringen, sondern viel mehr, ob Sie die richtigen Leute erreichen.

Eine exakte Definition Ihrer Zielgruppe plus Kenntnisse über sie ist für SEO unerlässlich.

Eine falsche Strategie wäre zum Beispiel zu schauen, welche Suchbegriffe am häufigsten gesucht werden. Klar, man möchte für beliebte Suchbegriffe relevant sein, weil da scheinbar mehr Leute zu finden sind. Doch was nützt es Ihnen, wenn Sie zwar viele Leute auf Ihre Webseite bringen, diese aber überhaupt kein Interesse an Ihrem Inhalt oder Angebote haben?

Randnotiz: Verheerend ist dabei, dass sie kurzfristig einen vermeintlichen Erfolg erreichen. Kurzfristig erzielen Sie höhere Rankings. Da die Besucher/innen jedoch für Suchmaschinen erkennbar wenig Interesse zeigen, werden Sie Ihre gewonnen Platzierungen schnell wieder verlieren. Warum wissen Sie aus dem letzten Abschnitt.

Fazit: Lernen Sie Ihre Zielgruppe kennen und finden Sie heraus, nach was genau sie sucht, wenn sie ein Bedürfnis hat, für welche Ihre Webseite relevante Inhalte bietet.

3. Versetzen Sie sich in die Rolle von anderen Webseiten-Betreibern

Als letztes sollten Sie sich in die Köpfe von anderen Webseiten-Betreibern setzen. 

Ich nehme vorweg, dass es noch immer essenziell ist, Backlinks zu erhalten. Auch wenn es heute nicht mehr das einzige Signal für Google und Co. ist, ist es nach wie vor eines der wichtigsten Faktoren.

Langfristig macht es Sinn, über Strategien nachzudenken, wie man an Backlinks gelangen kann. Gut sind Backlinks von themenverwandten Webseiten. Wenn Sie eine Webseite für eine Autogarage betreiben, macht es nur ganz wenig Sinn, den Kollegen, der einen Blog über das Angeln führt, zu fragen, ob er ein Backlink setzt.

Stellen Sie sich darum die Frage: Welchen Content können Sie liefern, der so gut ist, dass andere Webseiten-Betreiber, welche ähnliche Themen wie Sie behandeln, auf Sie referenzieren?

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